50 Jahre Volleyball (2012)

Hier im Turnierarchiv findet man alle Informationen: Turnierbericht, Platzierungen und vieles mehr.

Chaos, Lokalrivalen und alte Säcke    

Am letzten Samstag feierten die Tresenwalder Volleyballer ihre Goldene Volleyballerhochzeit oder genauer gesagt, das 50-jährige Bestehen des vereinsorganisierten Volleyballs in Machern. Zur Feier des Tages wurden zahlreiche Volleyballangehörige aus dem Leipziger Umkreis zu Kaffee und Kuchen mit einer Portion Volleyballsahne eingeladen. Ganze 6 Damen- und 10 Herrenmannschaften fanden den Weg zum ersten Turnier auf Tresenwalder Jubiläumsboden und sorgten damit für ein ausverkauftes Haus.

Den ersten Tresenwalder Turniertitel sicherten sich souverän die Damen des TSV 76 Leipzig IV in einem eindeutigen Finale gegen die eigentlich spielklassebesseren Brandiser Mädels. Während die Grünauerinnen ihre Aufstiegsambitionen für die nächste Saison untermauerten, hatten die Brandiser Damen aufgrund lautstarker Unterstützung fast ein Heimspiel. Auf dem Spielfeld brachten die Ortsnachbarn den Tresenwaldern keinerlei Gastgeschenke mit, bewiesen aber tollen Sportsgeist mit Champagner und Maskottchen als Geburtstagspräsent. Ein großes Dankschön! Den bronzenen Platz sicherten sich die Gäste aus Schildau. Der Aufsteiger in die 2. Bezirksklasse zeigte, dass mit den Mädels nächste Saison zu rechnen ist, zumal sie dem Turniersieger im direkten Aufeinandertreffen ebenbürtig waren. Den undankbaren vierten Platz errangen die Tresenwalder Mädels, die nicht in Bestbesetzung angetreten waren, knapp vor Lindental. Leider ohne Satzgewinn, aber mit nicht weniger Spaß, mussten die VR-Bank-Volley-Damen die Heimreise antreten.

Bei den Herren herrschte dagegen das absolute Chaos. Und das nicht, weil die Organisatoren um Abteilungsleiter Tony Porsch ihren Laden nicht im Griff hatten, sondern weil die "Chaos Crew" keinerlei Luft an den Turniersieg ließ. Zu fünft zum Turnier angetreten und zu viert im Finale, gewannen sie das Turnier gegen Dreiskau-Muckern. Auch wenn die mit Bezirksligaaufsteigern aus Neukirchen gespickte Truppe dort die Unterstützung des Tresenwalder Gunnar Voigt hatte, reichte es nicht für den Sieg im Finale. In dieses hatten sie sich im Halbfinale gegen den "Meister der Herzen" gekämpft. Die "Alten Säcke" aus Machern, von ihren Spielerfrauen am nächsten Tag auch "Meister der Gliederschmerzen" genannt, mussten sich den Gästen aus  Dreiskau-Muckern im Halbfinale geschlagen geben und verloren dabei wegen muskulären Problemen ihren Zuspieler Robby Beyer. Überhaupt war die Truppe, weiterhin bestehend aus den Volleyballveteranen Rudi Paul, Thomas Wagner, Michael Richter, Jens Schlosser, Andreas Hofmann und unterstützt durch die leider auch nicht mehr ganz so jungen und dynamischen, aber nicht weniger leidenschaftlichen Paul Weise und Stefan Vieweg, die Attraktion des Turniers. Besonders die "echten" alten Säcke, einst die goldene Generation des Macherner Volleyballs, von denen heute einige doppelt so alt - doppelt so grau - oder doppelt so schwer sind, zeigte leidenschaftlichen Volleyballsport. Das spannende 3-Satz-Spiel um Platz 3 gegen die Lokomotiven aus Beucha brachte alle Beteiligten ordentlich zum Schnaufen, auch wenn schlussendlich die Tresenwalder Spieler auf Beuchaer Seite, Freddy und Tony Porsch, vergebens einheizten.

Die Führung im Turniermittelfeld übernahmen nach harter Vorrunde die Volleyballfüchse aus Markranstädt gegen die Hobbytruppe der Tresenwalder.

Den 8. Platz belegten die Waffenbrüder vom VC 72 Lobstädt. Das Team um den Ex-Tresenwalder Christian Schröter, einst einer der besten Außenangreifer im Leipziger Bezirk, der zu seinen besten Zeiten durch seiner Schlaghärte den Parkettlegern nach den Spieltagen reihenweise Aufträge in Turnhallen verschafft hatte, unterlagen in einem engen Spiel durch "Golden Point" gegen die Schildauer Herren. Diese wollten aufgrund von Personalmangel erst gar nicht zum Turnier antreten, bekamen aber die Tresenwalder Andre Hofmann und Daniel Schulze angedient. Schulze, der die Herbergersche Volleyballregel "Nach dem Bier ist vor dem Bier" tief ins Blut aufgesogen hat, trieb seine Truppe zu Höchstleistungen - neben und auf dem Platz.

Im Wettstreit gegen die goldene Laterne blieben die Sportfreunde von Stahl Brandis eisenhart und sicherten sich den 9. Platz gegen Lobstädt. Die Lobstädter der VR-Bank-Volleys kamen zu spät zum Turnierstart und konnten Ihren gefühlten Rückstand das ganze Turnier über nicht mehr einholen. Körperliche und mentale Vorbereitung sind eben auch im Volleyball enorm wichtig.

Apropos Vorbereitung. Das wichtigste an einem guten Volleyballturnier ist natürlich die Nachbereitung. Die abteilungsinterne Abendveranstaltung der Tresenwalder/Macherner Volleyballer sollte dann der Abschluss einer gelungen Veranstaltung sein. Erschöpft und feuchtfröhlich liefen die letzten Volleyballschiffe gegen 2 Uhr in den Heimathafen ein. Einen großen Dank an alle Beteiligten, ob Organisatoren, Zuschauer oder Sportler. Bleibt zu hoffen, dass die Macherner Volleyballgemeinde nicht bis zum diamantenen Jubiläum in 10 Jahren auf ein weiteres Hallenhighlight warten muss.

(S.V.)
 

Platzierungen Damen

   

 

Platzierungen Herren

 

   
     
   

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