Hurra, hurra der Fluch ist gebrochen

Der Fluch der Nicht-Vier-Sätze-spielenden Tresenwalder Damen konnte am letzten Samstag in die Akten gelegen werden. Doch beginnen wir von vorn.

Am Samstag trafen wir uns bei bestem Frühlingswetter, um den Tag bei der dritten Reudnitzer Mannschaft in der Halle zu verbringen. 11 grüne Damen versammelten sich bei strahlendem Sonnenschein. Trainer Paul konnte sogar alle aktiv spielenden Muttis mobilisieren und so starteten wir in etwas ungewohnter Aufstellung in Satz eins. Wendy, unsere zuverlässige Diagonalangreiferin, sollte den ersten Satz von der Spielerbank aus beobachten, denn selbst der Sonnenschein konnte nicht vor Erkältungen und anderen Krankheiten schützen. Sassi ersetze ihre Position, das hatte ja in der vergangenen Woche beim Testspiel schließlich auch geklappt. Schon im ersten Satz zeigte sich, dass druckvolle Aufschläge und ein selbstbewusstes Auftreten den Gegner verunsicherten. Trotzdem wurde schon jetzt deutlich, dass Wendy auf den 81 m² nicht fehlen durfte, sie kam für die kränkelnde Pia aufs Feld. Die gute Laune führte schließlich dazu, dass die Tresenwalder Damen dieses ersten Satz klar mit 25 zu 18 Punkten für sich entscheiden konnten.

Natürlich wollte man im zweiten Satz an die Erfolge anknüpfen und schnell mit einem 3:0 wieder raus in die Sonne. Der Trainer setzte jetzt auf gewohnte Aufstellung, Wendy und Sassi tauschten Positionen, Sibby ersetzte Franzi auf Mitte, Anke auf Zuspiel und Eva als zweite Außenangreiferin. Es zeigten sich jedoch Probleme. Die Aufschläge ließen zu wünschen übrig, waren mit denen aus dem ersten Satz überhaupt nicht zu vergleichen. Aber vor allem die Dankebälle und Annahmen (und auch ein bisschen die ungünstig reflektierte Sonne) machten den grünen Mädels Probleme. Und so konnte trotz Ankes Aussage: Lieber weiter weg, ich renn für euch überall hin. dieser Satz nicht für uns entschieden werden. Im Gegenteil, er wurde ähnlich deutlich mit 19 zu 25 Punkten verloren.

Noch gaben wir jedoch nicht auf. Das Ziel Sieg und damit Halten des guten Tabellenplatzes war schließlich noch nicht abgeschrieben. Anfangs etwas unsicher, konnte Sassi endlich wieder Druck im Aufschlag zeigen und legte eine glatte 8-Punkte-Aufschlagserie hin, die den Tresenwalderinnen einen guten Vorsprung verlieh und nötig war. So hatten wir die Möglichkeit, zurück ins Spiel und unser Selbstbewusstsein wieder zu finden. Jetzt lief es nämlich auch im Angriff besser. Es wurde variiert zwischen Diagonal- und Linienangriffen. Die Mitten-Muttis konnten zeigen, dass ihre Durchschlagskraft komplett vorhanden ist, der Block stand und auch Maria, die im weißen Trickot trotz fehlenden Trainings so manchen Ball vom Boden kratzte, zeigte jetzt Glanzleistungen. So konnte dieser Satz klar auf unser Konto gebracht werden. Bei einem Punktestand von 25:16 hieß es (zum hoffentlich letzten Mal) Seitenwechsel.

Nun merkte man, dass das Frühlingswetter von draußen rief. Mit einem Mittenwechsel Franzi für Selina sollte noch einmal neuer Schwung auf das Spielfeld gebracht werden. Und Anfangs sah das auch nach einem ziemlich klaren Abschluss und Sieg aus. Am Ende flatterten jedoch trotzdem noch einmal die Nerven und anscheinend auch die Arme, denn bei einem Punktestand von 24:11 für die Tresenwalder Damen lief auf einmal nichts mehr. Selbst Jessy, die für Eva aufs Parkett kam, konnte nicht wirklich etwas drehen. Und so konnte man sich nur durch einen Fehlaufschlag der Gegner durchmogeln. Der Fluch war bei 25:17 gebrochen. Wir konnten zeigen: Ja, mindestens einmal pro Saison können wir auch vier Sätze spielen.

 

Man sieht also, der gewohnte Durchhänger der Grünen war auch diesmal nicht abzustreiten. Wir konnten jedoch schneller wieder unsere gewohnte Leistung abrufen. Das Ende der Geschichte? Volleyball: Wir könnens, wir wollens und in den letzten drei Spielen werden wir es hoffentlich auch zeigen. (sk)