Weihnachtsüberraschung (fast) geglückt

Am Samstag stand, vor der kurzen Winterpause, noch der Top- Heimspieltag der Herren I an. Als Gäste hatten sich zwei schwere Brocken, der Tabellenzweite SV Reudnitz III und der Tabellenführer Hohnstädter SV angekündigt. Die Vorzeichen für spannende Spiele standen also gut.

Durch einen kurzfristigen Spieltausch, damit der HSV auch in voller Besetzung antreten konnte, startete der Spieltag gegen die Reudnitzer. Beide Mannschaften starteten zurückhaltend und mit vielen Fehlern auf beiden Seiten in den ersten Satz. So stand es nach der ersten Aufschlagrunde 8:6 für den SVT und in der Zweiten dann 14:16 für die Gäste. Wirklich absetzen wollte sich keine der Mannschaften und so ging der erste Satz knapp mit 25:23 an den Tresenwald.

In der Pause versuchte Kaptain Hofmann die Mannschaft wachzurütteln. Alle merkten, dass man hier mit einer kleinen Steigerung durchaus etwas holen kann. So starteten die Herren motiviert in den zweiten Satz. Das Spiel sah jetzt besser aus, jedoch schaffte es auch hier über weite Strecken keine Mannschaft das Spiel zu dominieren. Erst durch eine Aufschlagserie von Markus Voerkel konnte man sich merklich absetzen und so ging auch der zweite Satz mit 25:20 nach Hause. Der erste Punkt war also eingetütet und man wollte nun schnell auch noch die zwei noch offenen Punkte einpacken.

Im dritten Satz waren alle wach und motiviert den Sack zuzumachen. Bis zum Stand von 5:5 war auch hier die Punkteverteilung noch ausgeglichen, bis Paul mit einer Aufschlagserie sowie einer konzentrierten Leistung der Mannschaft davonziehen konnte. So stand es dann recht früh 11:8 und der Siegeswille stieg. Im Spiel klappte nun fast alles und auch die Abwehr war auf Abpraller und gelegte Bälle vorbereitet. Am Ende ging der dritte und letzte Satz mit 25:17 deutlicher an die Gastgeber aus Machern. Das erste Weihnachtsgeschenk war also verpackt.

Zweites Spiel:

Deutlich motivierter gingen die Herren nun in das zweite Spiel des Tages. Nach dem Erfolg im ersten Spiel war die Tabellenspitze über Weihnachten zum Greifen nahe, man musste „nur“ noch den HSV besiegen. Wer den SVT kennt, weiß, dass dies in der Vergangenheit wohl noch nie geglückt ist, auch wenn sich beide Mannschaften in unterschiedlichen Ligen immer wieder begegnen und mittlerweile sehr gut kennen.

Der Satz begann mit einer soliden Leistung auf beiden Seiten. Auch in diesem Spiel konnte über weite Strecken kein Team wirklich dominieren, allerdings ließ man sich auch nicht abschießen, wie wir es in der Vergangenheit auch schon erlebt haben. Durch zwei Aufschlagserien von Markus und dem im ersten Spiel geschonten Tony Porsch gelang dann doch der Durchbruch und der erste Satz konnte mit 25:21 für die Gastgeber beendet werden. Der SVT kann also tatsächlich Sätze gegen den HSV gewinnen!

Mit dieser überraschenden Erkenntnis und gesteigertem Selbstbewusstsein ging es in den zweiten Satz. Von Beginn an sollte nun Druck aufgebaut werden, was auch gelang. Durch sehr variable Aufschläge von Enrico Sosnoski konnte ein gutes Punktepolster von 8:1 aufgebaut werden, welches zwar zwischenzeitlich auf vier Punkte schrumpfte, aber nie hergegeben wurde. Am Ende ging dieser zweite Durchlauf deutlich mit 25:18 an die Macherner.

Noch ein Satz! Noch einmal eine konzentrierte Leistung abrufen und die sechs Punkte aus zwei Spielen und damit die Tabellenführung sind sicher! Druck genug? Scheinbar…

Auf in den dritten Satz.

Plötzlich lief gar nichts mehr. Es reihten sich Aufschlagfehler, unpräzise Annahmen und fehlender Mut im Angriff nahtlos aneinander. Verstärkt wurde das ganze durch eine sichere Annahme auf der gegnerischen Seite und guten konstanten Aufschlägen. Unter diesen Voraussetzungen ist der dritte Satz schnell erzählt. Mit einem 14:25 gingen die Herren des SVT in diesem Match unter.

Im vierten Satz ging es ähnlich gut für den HSV weiter. Bereits zu Beginn konnten sie sich wieder mit fünf Punkten absetzen, woran der SVT lange zu nagen hatte. Gegen Ende des Satzes wurden die Tresenwalder endlich wieder wach und mutiger, wollte man doch keine Punkte beim Heimspiel liegen lassen. Doch es half nichts, der verschlafene Start in diesem Satz konnte nicht mehr aufgeholt werden und so ging auch dieser Satz knapp mit 21:25 nach Hohnstädt. Jedoch waren nun beide Mannschaften wieder auf dem Feld und es war wieder alles drin im Tiebreak.

Beide Teams wollten diesen gewinnen und so wurde sich nun nichts geschenkt. In teilweise langen Ballwechseln wurde alles an Kondition noch einmal abverlangt. Mit einem Stand von 8:7 ging es dann zum Seitenwechsel. Anschließend konnte sich dann der Tresenwald noch auf ein 11:8 absetzen, bis sich der Gegner noch einmal aufbäumte und sich mit 13:15 auch diesen Satz holte.

Somit beendet der SV Tresenwald das Jahr 2017 auf einem soliden Platz 3. Wir wünschen allen Mitgliedern, Angehörigen und Fans eine schöne Weihnachtszeit!

 

(ES)