So wenig wie möglich - so viel wie nötig

Viel mehr Spieler hätte Kapitän André H. nicht aus der Mannschaftsliste streichen dürfen, ohne die Spielfähigkeit des SV Tresenwald akut zu gefährden. OK, genau genommen niemanden: mit lediglich 6 Mannen reisten die erste Herren am vergangenen Samstag zum Liga-Neuling VV Grimma. Trotz des personellen Engpasses sollten drei Punkte aus der Halle entführt werden.

Dementsprechend motiviert ging man in den ersten Satz. Die Aufstellung, im Training tags zuvor bereits kurz einstudiert, bot aufgrund des zur Verfügung stehenden Materials keine wirklichen Überraschungen: André H. im Zuspiel, auf Diagonal gab Paul W. sein Positions-Debüt (so wird es vermutet), Paul K. und Markus V. besetzten die „Ahah“-Positionen und am Mittelblock tobten sich Enno S. und Rodrigo L. („the Mexican wall“) aus.

Nach einer kurzen Findungsphase gestalteten die Gäste das Spiel aus einer stabilen Annahme heraus mit einem recht souveränen Vorsprung. So konnte der erste Satz mit 25:17 zugunsten der Tresenwalder verbucht werden. Fazit in der Satzpause: „Weiter machen.“ Gesagt, getan: trotz einer zwischenzeitlichen Schwächephase wurde auch Satz Nummer zwo eingetütet (25:17). Es folgte der berüchtigte dritte Satz. In der Vergangenheit immer ein Wackelkandidat, vor allem nach einer scheinbar beruhigenden 2:0-Führung. Auch diesmal sah es kurzzeitig nach einer, für die Gäste nachteiligen, Wende aus. Erst beim Stand von 21:21 konnte man die entscheidenden Punkte Vorsprung zum 25:23 herausarbeiten. Besonders erwähnenswert sind hier die beiden Einerblöcke von Paul W., der gleich zweimal in Folge den Hauptangriff der insgesamt etwas glückloseren Grimmaer vernaschte.

Ebenfalls erwähnenswert ist die mannschaftliche Ruhe und Gelassenheit in Verbindung mit dem nötigen Ehrgeiz und dem Fokus auf das Wesentliche, die hier letztlich den Ausschlag zum glatten Sieg gaben. Mit einem weiteren 3:0 finden sich die Herren I nun auf dem dritten Platz der Bezirksklasse hinter den noch ungeschlagenen Markkleebergern und dem sogar noch punktverlustfreien Hohnstädter SV, ein weiterer freiwilliger Bezirksliga-Absteiger, wieder. Zweitere werden u.a. am 09. Dezember 2017 beim letzten Heimspiel des Jahres erwartet. Ebenfalls gastiert Verfolger SV Reudnitz III (Platz 4) im Sportpark. Ein eventuell wegweisender Spieltag also. Wer sich den entgehen lässt, wenn es wieder „Hammer. Fett. Bombe. Krass.“ durch die Halle schallt, ist selbst schuld …