Saisonauftakt der Herren

Eis essen an heißen Sommertagen, Zeit zum Entspannen finden, einfach mal die Seele baumeln lassen … die Sommerpause bietet viele Gelegenheiten sich anderweitig zu beschäftigen. Doch nicht für die Tresenwalder Volleyballer. Fingernagelkauend saßen diese armen Gestalten zu Hause, starrten wochenlang auf die Wand gegenüber ihrer Couch und sehnten sich nach dem süßen Geräusch einer Schiedsrichterpfeife.

Das Warten hat nun ein Ende! Für die arg personalgeschwächten Herren ging es nach dem freiwilligen Abstieg gegen die alten Bekannten der VSG Leipzig Nord. Neben Karstens Knie-, Stefans Reise- und Daniels Antonauszeit sagte auch Gunnar lebe wohl. Ein Zuwachs konnte zumindest verzeichnet werden: Extra aus Mexiko eingeflogen wurde Rodrigo López Portillo Alcocer. Er wird uns auf Mitte unterstützen und die Altherrentruppe hin- und wieder mittels eines anfeuernden „Arriba“ wachrütteln.

Bleiben für den restlichen Saisonverlauf also immerhin 9 Hanseln übrig, die sich in der Mission „Das müssten wir eigentlich auch so schaffen“ versuchen wollen. VSG Nord auswärts? Da gab’s in der Vergangenheit schon alles. Vom 3:0 Sieg bis zur ebenso glatten 0:3 Niederlage. Also rauf aufs Feld und gucken was geht.

Nicht viel, wie sich leider herausstellen sollte. Die Hausherren spielten entspannt ihren Stiefel runter. Das Macherner Gespann, welches im ersten Spiel auf „Arriba“-Rod und Tingeltangel-Bob verzichten musste, tat sich schwer mit eigenen gelungenen Aktionen. Die Fehlerquote stieg und somit glitt der erste Satz in Rekordtempo durch die Finger. Mit 25:13 veranschaulichte die Anzeigetafel unbarmherzig das gesamte Ausmaß des Desasters. Da die Gute-Laune-Bären der Mannschaft in dieser Saison nicht zur Verfügung standen übernahm Zwangskapitän André die ehrenvolle Aufgabe der „Kabinenpredigt“. Fehler abstellen und im Angriff mehr Risiko suchen … das spielen was funktioniert war die Ansage. Das klappte auch erstmal ausgesprochen gut. Beach-Jörg, der sich aufgrund konsequenter Trainingsabstinenz vor dem Spiel nochmal den eigenen Mannschaftskollegen vorstellen musste, hämmerte ein ums andere Mal die Pille in das gegnerische Quadrat. Da es grundsätzlich besser lief als im ersten Durchgang erspielten sich die Gäste mit 25:21 den Satzausgleich. Endlich „drin im Spiel“!

Die Folgesätze sind schnell erzählt: Mit etwas Glück in der entscheidenden Phase erspielte man sich direkt die 2:1 Führung und den ersten Saisonpunkt. Danach wurde VSG wieder besser, bei den Machernern klappte dafür leider nicht mehr alles, der Tie-Break war nach dem 19:25 Satzverlust die logische Konsequenz. Die Heimmannschaft wirkte in diesem frischer und einen Tick entschlossener als die müden Gäste. Zeitig fiel hier die Entscheidung und das Spiel schleppte sich bis zum endgültigen 11:15 dahin. Am Ende konnte man trotzdem zufrieden sein, die Leistung war ausbaufähig und kann im Training verbessert werden.

(pw)