Dez 18

Erneut mit 7 Spielern begab sich die Tresenwalder Herrenmannschaft als aktuell Tabellenzweiter zum Dritten VSG Leipzig Nord. In den vergangenen Jahren gab's hier wenig zu holen, der letzte Sieg scheint ewig her. Nach Karstens (für manch einen unmenschlich anstrengender) Erwärmungsstaffel ging's los - und das gar nicht mal so schlecht. Konzentriert und zielstrebig fuhren die Gäste Punkt um Punkt ein und holten sich den 1. Durchgang mit 25:20. Soweit - so bekannt: Schon öfter legten die Tresenwalder hier los wie die Feuerwehr, nur um danach den Faden zu verlieren.

Dass dieser Vorgang reproduzierbar war, zeigte sich direkt in Satz 2. Eklatante Schwächen in Annahme und Aufschlag ließen zu, dass die VSG'ler so langsam in ihr Spiel kamen: Draufhauen egal wie der Ball steht. Da ihnen das hervorragend gelang, verbuchte Tresenwald am Ende eine (noch schmeichelhafte) 18:25 Klatsche. Abhaken und neu sortieren, war die Devise. Bis zum 21:18 funktionierte der Plan auch ganz gut, man hatte den Punkterfolg schon vor Augen. Doch VSG kam noch mal. Mittelblocker Paul Weise verspürte in dieser Phase einen stechenden Schmerz in der Wade, wollte aber beim Stand von 24:23 unbedingt seinen Aufschlag noch durchziehen. Die Hausherren hatten aber etwas gegen einen schnellen Erfolg der Gäste. Nach ein paar gurkigen Ballwechseln schlurften die Macherner enttäuscht vom Feld; mit 25:27 holte man sich erneut den Satzverlust ab.

Nach einer kurzen optischen und haptischen Diagnose war relativ klar: Weise musste mit Muskelfaserriss raus. Karsten sprang auf der Mitte ein und Daniel (gerade erst vom Wadenbeinbruch genesen) durfte auf Außen ran. Zumindest einen Punkt wollte man hier holen, doch das Spiel hielt weitere unangenehme Überraschungen bereit. Beim Stand von 16:18 für VSG lag plötzlich Gunnar mit schmerzverzerrtem Gesicht auf dem Boden. Bei einer Annahmeaktion unternahm seine Kniescheibe eine kleine Reise und sagte sich: "Mal schauen, ob ich einmal rundherum komme". Seine uralten Bänder hatten natürlich was dagegen, verausgabten sich bei der Rückholaktion aber völlig. Zwei Auszeiten und eine getapte Wade später lief Weise wieder auf. Als Positionsdummy wurde er so weit es ging aus Allem herausgehalten, was mit Volleyball zu tun hatte. Mit solchen Situationen haben die Tresenwalder schon Erfahrungen, doch diesmal reichte die Zeit nicht aus um das eigene Spiel entsprechend anzupassen. Die Leipziger nutzen die Chance und gewannen am Ende zu Recht den Satz mit 25:18 und damit das Spiel 3:1. Mal wieder nix zu holen für die Gäste und zwei Verletzte obendrauf. Zum Glück ist jetzt erstmal Winterpause.

(pwe)

Nov 29

"Treffen der Giganten" - "Kampf der Titanen" - "Entscheidungsschlacht an der Mulde" - oder einfach "Hohenprießnitz gegen Tresenwald" - Wer ein Weltklassematch erwartete ... wurde enttäuscht. Aber für ein Spiel in der Bezirksklasse 1 war es schon ganz ansehnlich.
Im letzten Jahr konnten die Tresenwalder die Hohenprießnitzer?!? - ach, einfach - Hoprianer in einem dramatischen Spiel im Tie-Break bezwingen und überwanden ihr 0:3 Trauma aus dem Pokal ein paar Jahre zuvor. Nun sollte es also ein weiteres Aufeinandertreffen in dieser Halle geben. Den ersten Erfolg konnten die Gäste schon vor dem Spiel auf dem Aufstellungszettel verbuchen: Mit Stefan, André, Gunnar, Karsten, Patrick, Paul und dem nach seiner Verletzung wieder ins Training eingreifende Tony erschien die Mannschaftsliste mit (erstmals in dieser Saison) 7 Eintragungen unübersichtlich lang brachte den Kugelschreiber des Protokollanten ordentlich zum Glühen. Der Dreierfanblock um Familie Coach und Wadenbrecher-Daniel komplettierte die Reisegruppe. Nachdem die Hoprilenen den SV Reudnitz mit 3:0 ins Wochenende verabschiedet hatten, lag es nun an den Tresenwaldern aus der bekannten Miniaturhalle Punkte zu entführen.

Nach kurzer Ansprache legten die Macherner Gäste auch gleich los wie die Feuerwehr. Konzentrierter Spielaufbau und clevere Abschlüsse ließen den Hoprinesen kaum Möglichkeiten zur Gegenwehr. Besonders Gunnar Voigt setzte die Vorgabe für die "Vierer" konsequent um und überlopte die gegnerische Linienabwehr ein ums andere Mal. Nach 17 Minuten freuten sich die Tresenwalder über den 25:15 Satzerfolg. Die Hoprigassen zeigten sich beeindruckt, reagierte mit Wechseln auf 3 Positionen und boten nun anscheinend die erste Formation auf. Das zahlte sich direkt aus. Der umgestellte hopriotische Sechser agierte druckvoller und selbstsicherer und drängte nun wiederrum die Gäste in die Defensive. Völlig verdient gab's die direkte Revanche - 25:15 in 17 Minuten führten zum 1:1 Satzausgleich.


Satz 3 war nun weitgehend ausgeglichen, beide Mannschaften schenkten sich nichts. Ein kleine Führung kurz vor Schluss gaben die Gäste durch leichtfertige Aufschlag- und Annahmefehler wieder her und mussten sich den Hopriten am Ende in 22 Minuten mit 25:23 geschlagen geben. Ein ähnliches Bild ergab der 4. Durchgang. Hoprie und Tresenwald im Gleichschritt, doch diesmal mit dem besseren Ende für die Gäste. Ein perfekt getimter Wechsel ;-) brachte Tony Porsch seinen ersten Kurzeinsatz in dieser Saison und legte den Grundstein für den - na? wer kommt drauf? - richtig! 25:23 Satzerfolg nach 22 Minuten.


Aber Volleyball ist nichts für Symmetriefetischisten, deshalb muss es immer einen Sieger geben. Wieder einmal sollte der Tie-Break diesen küren. Bis zum Wechsel mit einem knappen Rückstand bei 8:6 schien es ebenso ein Krimi zu werden, wie die vorherigen beiden Sätze - aber nix da. Es gelang den Tresenwaldern plötzlich gar nichts mehr. Nervenflattern beim Aufschlag (nicht sooo ausschlaggebend, da es bis zum Spielende nur noch einen geben sollte), zögerlich im Angriff und eine Annahme, die die komplette Bandbreite von "ungenau" bis "fehlerhaft" abdeckte. Da halfen selbst 2 Auszeiten nicht, in denen sich die Gäste nochmal auf ihren Kampfgeist einschworen. Die Hoprinanten waren aufgebaut und prügelten Punkt um Punkt in das Tresenwalder Heiligtum. Der Macherner Sechser konnte sich nicht mehr aus dieser Umklammerung lösen und – Entschuldigung - kackte mal so richtig mit 15:7 ab. Immerhin konnte man sich über eine grundsätzlich gute Leistung und, dank neuer Zählweise, über einen Punkt für die Tabelle freuen. Herzlichen Glückwunsch an dieser Stelle an die siegreichen Hoprilosen. An den Defiziten in Aufschlag und Feldabwehr müssen die Tresenwalder nun dringend im Training arbeiten, will man weiterhin oben mitspielen.

(pwe)

Okt 01

Es gibt viele Möglichkeiten als Mannschaft ein Saisonziel zu definieren. Aufstieg. Oberes Mittelfeld. Gegen jede Mannschaft mindesten einmal gewinnen. Brandis weghauen. Klassenerhalt. Die Tresenwalder haben sich in dieser Saison der Devise „jedes Spiel soll wenigsten gespielt werden“ verschrieben (ach ja, und natürlich Brandis weghauen). Klingt komisch, ist aber leider so, denn der diesjährige Kader besteht zunächst einmal mit Andre, Paul, Daniel, Gunnar und Stefan aus nem flotten Fünfer. Eingefleischte Volleyballer werden nun den Fehler im Suchbild erkennen. Richtig, zu fünft ist man im Punktspielbetrieb leider nicht spielfähig. Der „Rest“ setzt sich aus den langzeitverletzten Sportinvaliden Tony und Max zusammen. Christian hat vor einem Jahr seine aktive Laufbahn beendet. Freddy hat sich endgültig nach Berlin verabschiedet. Jens steht als „Notnagel“ leider nur außerhalb der Marathonsaison zur Verfügung. Eine kleine Überraschung gibt es noch, aber dazu später.

 

Kapitel 1: Es „schrödert“ wieder!

Somit stellte sich die Situation vor dem ersten Saisonspiel gegen die Reudnitzer Truppe um Olaf Uhlemann etwas angespannt dar, denn Hilfe aus der zweiten Mannschaft war nicht zu erwarten, da Hobbyspieler an den ersten beiden Spieltagen nicht höherklassig eingesetzt werden dürfen. Letzter Ausweg: Christian! Paul und Stefan gelang es kurz vor Saisonbeginn dem ehemaligen Topangreifer mit mitleidvollen Rehaugen im türkischen Segelsommer ein Spiel abzuringen. Der Joker sollte nun gezogen werden – mit Erfolg! Nach fast 2 Jahren ohne Volleyball in der Hand musste der Altmeister es nun richten.

Das Spiel begann klassisch. Typisch. Eigentlich schon fast gewöhnlich. Tresenwald mit 2:6 im Hintertreffen. Doch über die Jahre sind die Macherner Jungs solche Situationen gewohnt. Die erfreuliche 8:6 Führung gab man aber ebenso schnell wieder ab und sah beim Stand von 13:18 bereits den Satzverlust am Horizont. Da es bis dahin noch ein weiter Weg ist, und bereits nach dem nächsten Wechsel ein 18:18 zu Buche stand, passten die Volleyballwanderstiefel nun und es folgte ein kurzer Marsch zum 25:22 Satzgewinn. Der zweite Durchgang blieb bis zur Satzmitte spannend, ehe der Reudnitzer Trainer seinen Nachwuchstalenten eine Chance gab. Doch an der Blockreihe Christian, Stefan und Daniel bissen sich diese die Milchzähne aus. Mit 25:16 war die 2:0 Führung eingefahren. Die Reudnitzer begannen nun wieder mit ihrem Stammsechser und es entwickelte sich ein spannendes und sehenswertes Spiel. Keine der Mannschaften konnte sich entscheidend absetzen, sodass ein Doppelpunkt am Ende den Satz zugunsten der Heimmannschaft entschied. Nun hieß es die Ruhe zu bewahren und den Tie-Break zu vermeiden, um nicht den ersten Punkt der Saison abzugeben bzw. den positiven Saisonstart zu gefährden. Doch auch den vierten Satz gestalteten beide Mannschaften eng. Erst kurz vor Schluss konnten sich die Tresenwalder mit starken Blockaktionen absetzen und nach einem 25:21 Satzgewinn den ersten Sieg der Saison feiern.

Fazit: Ein sensationelles, fast fehlerfreies Comeback von Christian und eine gute  Mannschaftsleistung sicherten den ersten Tresenwalder Dreier.

 

Kapitel 2: Bähmmmmm!

Die Tresenwalder haben in den letzten Jahren immer wieder zum Volleyballgott gebetet. Doch die Gebete nach neuen Spielern wurden nicht erhört. Stattdessen gab es immer wieder neue Regenwolken am Macherner Personalhimmel. Doch plötzlich, völlig unverhofft, kam die der Himmelbote mit der Anfrage eines Spielers. Überraschung: Karsten Ceschia (ehemals Tennhardt) suchte nach einer Trainingsmöglichkeit und kann nun mit seiner Regionalligaerfahrung den Tresenwaldern jede Menge Volleyball-Know-How vermitteln.

Somit war das Personal-Six-Pack für das Bad Düben Spiel geschnürt. Karsten übernahm die Position von Christian. Der Rest blieb auf seinen angestammten Positionen.

Und erstaunlicher Weise begannen die Macherner Gäste einmal konzentriert und konsequent. Die logische Folge war eine schnelle 7:2 Führung, die über die Stationen 12:4, 18:8 und 24:12 zum 25:14 Satzerfolg führten. Karsten ordnete die Truppe, Andre spielte die Munition zu und vor allem Daniel und Gunnar verwandelten treffsicher. Das sollte Selbstvertrauen für den nächsten Satz geben. Doch weit gefehlt. 6 Aufschlagfehler und einige Annahmeschwächen hielten die Kurstädter im Spiel. Nun wurde es ein offener Schlagabtausch beider Mannschaften, an dessen Ende die Heimmannschaft mit 27:25 die Oberhand behielt. Die Devise beim Seitenwechsel war eindeutig: Eigenfehler abstellen, der Rest läuft nach Plan. Und auf die Umsetzung musste man nicht lange warten. Nun profitierte auch die Mitte von guten Annahmen, in der Abwehr wurden die wenigen Bälle, die den Block passierten geholt und mit 25:10 wurde Bad Düben von der Platte gefegt. Auch der dritte Satz blieb nur bis zum 8:8 spannend. Danach verließen die Heimmannschaft die Kräfte und die Tresenwalder fuhren mit einem 25:12 Satzgewinn den verdienten 3:1 Sieg ein.

 

Fazit: Für die Macherner war es der erste Sieg seit einer gefühlten Dekade in Bad Düben. Alle Spieler konnten ihre Leistung abrufen und mit Karsten hat man einen Spieler gewonnen, der nicht nur wichtige Punkte machen kann, sondern Ruhe und Ordnung ins Tresenwalder Spiel bringt. Erwähnenswert bleiben 2 verschlagene Satzball-Aufschläge von Stefan. Damit ist die Kiste zum Heimspiel am 19.10. gegen Brandis und Reudnitz III fest gebucht. Das Heimspiel gegen den Trainingspartner und den Aufsteiger wird ein harter Brocken und eine wichtige Standortbestimmung für die Saison.

Bilder von Düben hier.

(svie)