Jun 16
Posted by Super User

Erfolgreiche Ausbeute für die Tresenwalder Volleyballer zum 21. Hartplatzturnier des VC 68 Pegau: Damen I holen sich den zweiten Platz und die Herren den ersten Platz. Herzlichen Glückwunsch!

 

Mär 14

Aufstieg!

Der Grundstein wurde schon in den Heimspielen gegen Brandis und VSG Nord gelegt. Nun wollte man am 8.3. gegen den Aufsteiger aus der Kreisklasse VV Nordstern den Sack zu machen. Auf Grund einiger Absagen reiste man in kleiner Besetzung an. Janine Seiler durfte sich auf der, für sie ungewohnten, Diagonalposition beweisen. Durch den Abschied von Steffi Petzold im Laufe der Saison, nutzte der Trainer die Chance um die abwehrstarke Alina Tüttelmann erstmals als Libero einzusetzen.

Die ersten Aktionen der Gäste aus Tresemwald wirkten unaufmerksam und unkonzentriert. Die starken Aufschläge der Heimmannschaft wurden aber schnell verdaut und es hagelte endlich Angriffe in die gegnerische Spielfeldhälfte. Eine gute erste Welle aus der eigenen Annahme und sauber entwickelte Dankeball-Situationen waren der Schlüssel für den 25:14 Erfolg im ersten Durchgang. Mit Franzi Strowick wurde daraufhin die Mitte neu besetzt. Die Nordsterne hielten länger mit als im vorherigen Satz, konnten die eigene 25:17 Niederlage am Ende aber nicht verhindern. Der 3. und letzte Satz wurde früh durch eine lange Aufschlagserie von Janine Seiler entschieden. Nach 55 Minuten bejubelte man den 25:14 Satzgewinn und den ersten Aufstieg in die Bezirksklasse 1.

In den beiden kommenden Partien gegen Schildau (am 22.3. in der Mehrzweckhalle Brandis) und Reudnitz (am 29.03.) geht es nun "nur" noch um die Ehre den ersten Tabellenplatz vor den Brandiser Damen zu sichern.

 

Jan 30

Damen I vs. SV Stahl Brandis

So, da war er nun. Der lang herbeigesehnte Heimspieltag der Tresenwalder Volleyballerinnen. Gegen den sowohl geografisch wie tabellarischen Nachbarn aus Brandis sollte unbedingt gepunktet werden um den Vorsprung auf Platz 3 auszubauen. Die Damen aus Brandis gehörten bis jetzt eher zu den Mannschaften, die die Machernerinnen sehr unerfolgreich bespielten. In 7 Pflichtspielbegegnungen der letzten 6 Jahre konnte bisher noch nix Zählbares aufs eigene Konto geschrieben werden. Auch im Hinspiel direkt zu Saisonbeginn kassierte man mit 1:3 die bisher einzige Pleite. Mit Maria Hintze musste man auf eine wichtige Kraft verzichten; leider fehlten auch Alina Tüttelmann und Nathalie Würfel, die gerade im zweiten Spiel des Tages gegen den SV Bad Düben für Entlastung sorgen sollten.

Den ersten Erfolg an diesem Tag fuhr die heimische Mannschaft schon während der Aufwärmphase ein. Das (vom Trainer gestattet) spätere Erscheinen von Mittelblockerin Anne Just in der Sporthalle blieb vor den sich dehnenden Brandiserinnen, sagen wir mal "nicht unbemerkt". Der Respekt voreinander war da aber man merkte beiden Teams an, dass sie es kaum erwarten konnten endlich loszulegen. Nach kurzer Ansprache des Trainers führte dann Kapitän Fanny Giese, die nach langer Verletzungspause wieder mit dabei war, den Startsechser auf Feld.

Eine Miniaufschlagserie brachte die Gäste in Bedrängnis. Brandis konnte oft nur reagieren und Anne Just fand mit wuchtigen Mittelangriffen direkt ins Spiel. Die erste Auszeit bei 8:3 wurde erzwungen. So weiterspielen blieb die einzige Ansage vom Coach ... warum auch nicht. klappte das ja bis zum 16:5 ziemlich gut. Ab da lief es plötzlich nicht mehr wie von selbst, der Gegner wurde hartnäckiger in der Feldabwehr und ließ unsere Mädels nur selten zur Ruhe kommen. Hatte man endlich den Wechsel erkämpft prüfte der direkt folgende Aufschlag meist direkt die Stabilität des Netzes. Der Vorsprung schmolz, was sich in der Anzahl der Tresenwalder Auszeiten (16:8 und 18:14) bemerkbar machte. Doch im richtigen Moment wurden Abwehrfehler vermieden und die Präzision in den eigenen Aktionen war wieder da. Das Aufbäumen der Gäste kam dann doch zu spät und Tresenwald gewann mit 25:20 den ersten Durchgang. Das letztjährige Manko, den ersten Satz vollkommen zu verschlafen, kann man unseren Damen in dieser Saison nicht vorhalten. Trotzdem blieb etwas Unsicherheit, da der hohe Vorsprung nicht gehalten, geschweige denn ausgebaut werden konnte.

Naja, auf in Satz 2, der schon mal den erhofften Punkt bringen würde. Über die Stationen 4:0, 7:1 und 11:2 war das Bild des ersten Satzes auf den Kopf gestellt. Brandis agierte - Tresenwald reagierte … nicht! Nach 3 Minuten hatte Trainer Weise seine 2 Auszeiten weg, zu Sagen gab's aber mit Sicherheit mehr als in den 2x30 Sekunden möglich war. Es lief gar nichts mehr. Durch starke Aufschläge des Gegners konnte kaum ein eigener Angriff gefahren werden. Zuspielerin Anke Mattschull lief sich die Hacken blutig aber es half nichts, der Wurm war drin. Abgezockt baute Brandis diesen Vorsprung aus, Tresenwald versagte jetzt selbst bei einfachen Aufgaben die Nerven. Nach 20 Minuten hatte die Schmach ein Ende und die zahlreich angereisten Zuschauer aus der Nachbarstadt feierten den 25:13 Satzausgleich.

Alles auf Anfang war die Devise, es wäre in dieser Saison nicht das erste Mal, dass man nach guter Leistung plötzlich einbrach um sich dann direkt wieder aus dem Sumpf zu ziehen. Eine Umstellung der Rotationsfolge sollte für frischen Wind sorgen, das Personal blieb und durfte sich rehabilitieren. Der Wechsel zeigte Wirkung, die Damen schienen etwas befreiter zu sein als noch im vorherigen Satz. Ein kampfbetonter Satz entwickelte sich. Das Brandiser Publikum peitschte die eigenen Spielerinnen voran, dagegen konnten die (leider nur vereinzelt erschienenen) Macherner Beobachter nicht ankämpfen. Lange Ballwechsel entwickelten sich, wer auf den Fehler des Gegners wartete wurde bestraft. Auf der Mitte bekam Hanna Thiel langsam Zugriff zum Gegner und glänzte mit sauberem Stellungsspiel im Block und erfolgreichen Angriffsaktionen. Dass aber eine einzige Aufschlagserie den fast sicher geglaubten Satzerfolg noch gefährden könnte wurde nicht mehr so Recht geglaubt ... und doch kam es mal wieder so. Vom 21:13 zum 21:18 vergingen nur wenige Augenblicke. In einer hektischen Endphase holten die Hausdamen die entscheidenden Punkte und wurden mit dem verdienten 25:20 belohnt.

Die Erleichterung war förmlich zu spüren, der wichtige Punkt für die Tabelle wurde geholt. Jetzt sollte die Kür kommen. Nach fast einer kompletten Rotation gelang Brandis kein einziger Punkt bei eigenem Aufschlag. Tresenwald spielte wie entfesselt, es klappte fast alles. Gerade die variablen Angriffe der Außenpositionen von Fanny Giese und Josi Kolbe verfehlten selten ihr Ziel. Aber auch Carmen Beltz klatschte mit ihrer linken Klebe einen Longliner nach dem anderen aufs Parkett. Die Gäste fanden kein Mittel und erstarrten beim zwischenzeitlichen Stand von 22:5! Nächster Wechsel Brandis und ... der erste Aufschlagpunkt des Gegners. Dass dies der Beginn der wohl fürchterlichsten Viertelstunde der Tresenwalderinnen werden würde ahnte zu diesem Zeitpunkt sicherlich niemand. Eine sofortige Auszeit der Heimmannschaft sollte die Angst vorm Gewinnen nehmen, aber die Punkte 8 und 9 trudelten auf das Brandiser Konto. Noch bevor die Gäste zweistellig werden konnten erlitt Anne Just einen plötzlichen Schwindelanfall und rief "Ich bin ein Star - holt mich hier raus". Ihrem Wunsch wurde Folge geleistet. Sie wurde durch Franzi Strowick ersetzt die mit so einem spontanen Einsatz wohl nicht mehr gerechnet hatte und, wie alle anderen, gedanklich wohl schon am Siegersekt nippte. Psychologisch also eine denkbar ungünstige Situation. Ein Aufschlag nach dem anderen verwertete Brandis unerbittlich. Spielerinnen und mitgereiste Fans glaubten ganz langsam an das Wunder. Auch die Schiedsrichterin richtete sich wahrscheinlich schon auf ein gemütliches Ausklingen des Spiels ein und stand nun vor der schwierigen Aufgabe in diesem Hexenkessel Nerven zu behalten. Die Angst der Tresenwalderinnen war spürbar, man hoffte fast nur noch auf den Fehler des Gegners. Der Schreiber dieser Zeilen kann sich ob der ganzen Emotionen nicht mehr an den spielentscheidenden Ball erinnern, aber nach 12 Punkten für den Gegner wechselte man endlich zum erlösenden 23:17. Der direkt folgende Punktgewinn zum Matchball sollte aber immer noch nicht die Entscheidung sein. Diagonalspielerin Carmen Beltz gefiel anscheinend ein bisschen Nervenkitzel und fand den optimalen Zeitpunkt um ihren ersten Aufschlagfehler im Spiel zu präsentieren. Am Ende war aber auch das nur noch Makulatur, die Tresenwalderinnen feierten ihren ersten Sieg gegen Brandis und die damit verbundene Tabellenführung. Nach 104 Minuten endete eine Achterbahnfahrt der Emotionen. Satzweise zusammengefasst wohl am Besten so: Dominiert, versagt, gekämpft, geju... gelitten ...belt! Ein, von beiden Seiten, sehr intensiv geführtes Spiel, das tolle kämpferische Leistungen und viele hochklassige Ballwechsel bot.

 

Damen I vs. SV Bad Düben

 

Der Sekt für die Damen und auch das Siegerhefe des Trainers mussten allerdings auf sich warten lassen, denn es sollte ja noch ein Spiel an diesem Tag geben: SV Bad Düben wollte zeigen, dass man aus der Hinspielpleite (-16,-11,-16) gelernt hatte. Da die Tresenwalderinnen damals ohne ihren Trainer spielten, musste dieser sich auf die Einschätzungen seiner Damen verlassen. Das Pontential unseren Damen gefährlich zu werden bescheinigte man abwehrflinken Dübenerinnen. Zur Sicherheit wurde also mit dem erfolgreichen Brandis-Sechser begonnen. Ein kleiner Vorsprung wurde ... na? klaro ... wieder hergeschenkt und so musste die etwas zu lockere Grundhaltung in der Auszeit einer konzentrierten Körperspannung weichen. Die sehr mittige Blockposition der Dübenerinnen kam unseren Linienprüglern sehr entgegen. Was der gegnerische Libero noch im ersten Anlauf rauskratzte wurde halt beim zweiten Versuch auf den Boden genietet. Franzi Strowick, die zwischenzeitlich eingewechselt wurde machte ihre Sache auf der Mitte ebenfalls gut und freute sich über einen (trotz kurzzeitigem Rückstand) sicheren 25:19 Satzerfolg.

In Satz 2 ersetzte Janine Seiler auf Außen Josi Kolbe. Eine saubere Annahme und flinke Abwehraktionen zeichneten sie am heutigen Tag aus. Ein frühzeitig herausgespieltes 7:2 wurde (man glaubt es kaum) gehalten und ausgebaut. Endstand 25:12, endlich mal eine klare Sache. Seiler, diesmal für den Kapitän Fanny Giese an Bord, machte dann den 3. Durchgang mit starken Aufschlägen klar. Von 15:15 zog Tresenwald auf 20:15, die Vorentscheidung in diesem Spiel. Mit 25:18 entschied man Satz und Spiel. Die Erleichterung sich nach dem Derby-Kracher nicht sofort einen Ausrutscher erlaubt zu haben konnte man spüren. Trotzdem bleibt am Ende ein nie wirklich gefährdeter Erfolg, der zeigte, dass auch der 2. Anzug der Tresenwalder Besetzung sitzt.

Jetzt gehen die Damen erstmal in die verdiente Winterpause und müssen erst am 8.3. wieder auf die Platte. Ob es reichen wird auch am Ende der Saison ganz oben zu stehen werden die 3 letzten Auswärtsspiele in dieser Saison gegen Nordstern, Schildau und Reudnitz zeigen.

(pwe)