Jan 01
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Mit insgesamt 5 Siegen und 3 Niederlagen kann sich die 1. Tresenwalder Damenmannschaft zum Ende der Hinrunde über einen respektablen 3. Tabellenplatz freuen. Der Grundstein für die erfolgreichste Hinrunde in der bisherigen Vereinsgeschichte wurde dabei schon am ersten Spieltag gelegt: Als bislang einziges Team konnte man den aktuellen Tabellenführer TSV Leipzig III mit 3:1 in die Knie zwingen. Aber auch Rückschläge mussten verkraftet werden: Nach zwei knappen 2:3 Niederlagen und einer schmerzhaften 1:3 Pleite bei den bis dahin noch sieglosen Damen aus Engelsdorf drohte man trotz guter Leistung den Kontakt zur Spitze zu verlieren.


Um so wichtiger war das abschließende Auswärtsspiel beim starken Aufsteiger und direkten Tabellennachbarn aus Reudnitz am letzten Samstag. Durch platzierte Aufschläge, gute Annahme und druckvolles Angriffsspiel konnte man im ersten Satz einen 20:6 Vorsprung aufbauen. Nach einer kurzen Konzentrationsschwäche ging man trotzdem sicher nach 25:15 Satzgewinn mit 1:0 in Führung. Aber die Reudnitzer Damen gaben sich natürlich noch nicht geschlagen. In einem hart umkämpften 2. Satz erspielten sich die Leipzigerinnen kurz vor Schluss einen kleinen Vorsprung, den sie bis zum 25:21 halten sollten.

Doch verunsichern lassen sich die Tresenwalderinnen durch so einen Rückschlag schon lange nicht mehr. Mit viel Einsatzwillen und Entschlossenheit im Angriff dominierten die Damen aus Machern die Sätze 3 und 4 mit 25:9 bzw. 25:11 und machten den 3:1 Erfolg perfekt.

(pwe)

Okt 14
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Am Samstag ging es zu acht zum USC Leipzig II Blockers: motiviert, bei schönem Wetter und mit guten Vorsätzen für positive Stimmung auf dem Feld. Unglücklich mussten wir uns nach 5 Sätzen der lautstarken Wand an Zuschauern - Bitte das nächste Mal Ohropax austeilen! - und den Blockers geschlagen geben.
Leider haben wir den ersten Satz verschlafen - großen Anteil daran hat bestimmt der Autor. Nach wenigen Minuten sahen wir uns einem gehörigen Vorsprung der Gegner gegenüber. Da wird mal wieder klar, wie wichtig die Position des Zuspielers ist. Aber schön zu sehen, wie wenig dieser Satzverlust unsere Mannschaftsmoral beeinflusst hat. Dann wurde so richtig schön - vor allem über Mitte - gepunktet. Unsere Gegner haben teilweise gar keine Chancen gesehen. Die nächsten zwei Sätze also für uns. Aber man hat schon gespürt, dass so einige Schwächen bei uns nur darauf gewartet haben, vom Gegner ausgenutzt zu werden. Somit ging leider der vierte Satz an die Gastgeber: verschlagene Aufschläge, ungenügende Körperhaltung bei der Annahme, ungenaue Abwehrpositionierung, zu wenig Durchsetzungswillen bei den Angriffen. Verbesserungsvorschläge gab es viele, aber die Gegner haben wirklich gekonnt unsere Schwächen analysiert und für sich eingesetzt.
Wie so ein Tiebreak bei uns abläuft, wissen wir ja leider aus Erfahrung. Dennoch führte unser Siegeswille zu einem erstaunlich guten Anfang: Zielgenaue Aufschläge mit der nötigen Schärfe, chancenlose Angriffe über unsere Mittelblocker und schon lagen wir vorn. Leider ließ der Selbstläufer durch eine schlechte Annahmeleistung bei uns sehr schnell nach. Am Ende haben wir dann sehr unschön durch eine 5-Punkte-Aufschlagserie der Gegner verloren.

Unschlagbar und wirklich zum Fürchten waren unsere Angriffe über Mitte. Jeder zugespielte Ball auf diese Position wurde mit angsterfüllter Stimme vom Gegner kommentiert: Mitte! Aber wumms, schon wieder war er drin! Wenn wir diese Stärke ausbauen und die erkannten Schwächen abbauen, dann müssen sich die Leipziger aber für die Rückrunde warm anziehen. Dann heißt es am 12. Januar im Tresenwald: Wer hat noch alles Angst vorm Mittelblock?

Zusatz: Amüsierend war auch, wie wirkungsvoll ein kurzes Gespräch mit dem 1. Schiri im Gegensatz sehr engagierter Hinweise unseres Trainers gegenüber dem 2. Schiri bezüglich der schlecht positionierten Linienrichterin war!  Anscheinend lehnt man solche Proteste von wütenden Trainern erstmal kategorisch ab, wohingegen man gerne auf kurze Anmerkungen der Spieler auf dem Feld eingeht.

(cbe)

Okt 08
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Schon 12.30 Uhr begann für die Tresenwalder Damen am Sonntag der erste Spieltag in der Saison 2012/13. Aufbau der neuen Netzanlage, Installation der Musikanlage und Anrichten der Kuchenstation kosten Zeit. Das wusste auch Trainer Paul Weise, und ließ seine Schützlinge schon eineinhalb Stunden vor Spielbeginn am Sportpark erscheinen. Alles klappte problemlos und schon konnte man sich auf den ersten Gegner des Tages vorbereiten. Nach dem Einspielen, Einschlagen und einer Ansprache der Marschroute für die bevorstehende Saison vom Trainer ging es nun gegen die junge Mannschaft des TSV Leipzig 76 III. Der Aufsteiger, der schon das 50-Jahre-Turnier in Machern gewinnen konnte, ist auf Grund seiner technischen Stärke erster Kandidat für den Aufstiegsplatz in dieser Saison und wurde auch gleich zum hohen Favoriten abgestempelt. Auf Grund beruflicher Zwänge musste leider auf Maria Hintze und Josi Kolbe verzichtet werden. Dafür gelangte Franzi Strowick erstmals in die Stammformation des Tresenwalder Sechsers. Der Trainer erhoffte sich von ihr vor Allem einen Vorteil im Block.

Und es ging gleich los wie bei der Feuerwehr. Beide Mannschaften schenkten sich nichts und konnten den Satz ausgeglichen halten. Für die immer zahlreicher erscheinenden Zuschauer entwickelte sich ein Spiel, das von einer geringen Fehlerquote und langen, umkämpften Ballwechseln geprägt war. Gerade den Tresenwalderinnen gelang es jeden gegnerischen Ball zu kontrollieren und die Leipzigerinnen ständig unter Druck zu halten. Mit einer konzentrierten Leistung konnte zur Überraschung Satz 1 mit 25:22 nach Hause gefahren werden.

Im 2. Durchgang gab es spielerisch nichts Neues, was durchaus als Kompliment zu sehen ist. Beide Mannschaften zeigten Volleyball auf hohem Niveau. Bei den Damen aus Machern konnten vor Allem die beiden Zuspielerinnen Fanny Giese und Anke Mattschull überzeugen. Technisch sauber und immer mit dem Händchen für den "richtigen" Ball kontrollierten sie die Tresenwalder Angriffe. Nach einem 10:10 legte der TSV einen Zwischenspurt zum 19:12 ein und konnte sich mit 24:16 die ersten Satzbälle erarbeiten. Trotz eines kleinen Endspurts wurde dieser Durchgang mit 25:21 abgegeben. Sollte das die Wende im Spiel werden?

Was kaum erwartet werden konnte: Das Spiel wurde sogar noch intensiver, dabei aber nicht weniger hochklassig. Die frühe 5:0 Führung wurde jedoch von den Leipzigerinnen schnell zunichte gemacht, so dass der Trainer beim Stande von 6:7 mit einer Auszeit reagieren musste. Mit wuchtigen Angriffen über die Mittelposition versenkte nun Anne Just ein ums andere Mal die Pille. Ihr Gegenüber Hanna Thiel konnte mit ihrer besten Leistung in Block und Angriff aufwarten. Trotz eines Wechselfehlers ließen sich die Tresenwalderinnen nicht einschüchtern und spielten, wie in den vorherigen Durchgängen. Außenangreiferin Carmen Beltz hatte den Annahmeriegel gut unter Kontrolle und ließ mit starken Angriffen der gegnerischen Abwehrreihe selten eine Chance. Für einen "besonderen Augenblick" sorgte Hanna Thiel, die ihren ersten (hoffentlich nicht letzten) Hechtbagger auf Parkett nagelte und damit auch für einen gehörigen Motivationsschub sorgte. Mit 25:23 konnte man sich den dritten Durchgang angeln und war nun nur noch 25 Punkte entfernt von der großen Überraschung.

Kein Einbruch? Nicht mal eine schlechte Phase? - Nein. Weiterhin ein ähnliches Bild. Beide Teams zeigten teilweise sensationelle Ballwechsel. Den kleinen Vorsprung, der Tresenwalderinnen konnten die TSV'ler nicht mehr aufholen und mussten sich am Ende mit 25:21 und 3:1 geschlagen geben. Die Damen vom Lande überzeugten in jeder Disziplin des modernen Volleyball-6-Kampfes: Annahme, Zuspiel, Angriff, Block, Abwehr und Aufschlag. Wenngleich sich gerade das Sorgenkind Annahme diesmal deutlich verbessert zeigte. Dies war vor Allem Libera Steffi Pezold zu verdanken, die an diesem Tag ein hervorragendes Spiel ablieferte und immer auf dem Posten war.

So richtig genießen konnte man den Sieg leider noch nicht, da man ja noch gegen einen weiteren Aufsteiger in die Bezirksklasse ran musste, den TSV Schildau 1862 II. Mit einer Änderung in der Startaufstellung sollte etwas Rotationsschwung in das heimische Sextett gebracht werden. Janine Seiler kam für Franzi Strowick und es war kein Bruch im Spiel zu sehen, so muss das sein. Es lief zwar nicht mehr ganz so flüssig wie in Spiel eins aber der Trainer war immer noch mit dem Gezeigten sehr zufrieden. Schildau mühte sich, wurde aber zu 21 abgefertigt. Satz 2 - und noch mal wurde gewechselt: Nathalie Würfel kam auf der Außenposition für Janine Seiler und auch sie machte ihre Sache sehr gut. Die Nachteile im Block wurden heute durch die starken Mittelblocker ausgeglichen. Schildau mühte sich etwas mehr aber auch Satz 2 ging mit 25:18 an die Haus"damen". Der bisher verhalten wechselnde Trainer gönnte nun auch der angeschlagenen Carmen Beltz ihre verdiente Pause. Schildau mühte sich nun noch mehr, aber ... oha ... jetzt zeigte es plötzlich Wirkung. Auf einmal war die Kraft der Tresenwalderinnen weg. Sicherlich dem konditionell sehr anspruchsvollem ersten Spiel geschuldet, war es doch überraschend, wie einfach es auf einmal den Schildauern gemacht wurde. Auch die Reaktivierung der "Beltz'schen Schulter" brachte nicht den gewünschten Erfolg. Vor zahlreichen eigenen Fans bejubelten die Schildauer ihren ersten Satzgewinn mit 25:21. In der Erfolgsaufstellung des ersten Spiels versuchte man die Katastrophe zu verhindern. Doch gerade auf den läuferisch anspruchsvollen Positionen Zuspiel und Mittelblock merkte man nun den rapiden Kraftverlust. Das Mühen der Schildauer wandelte sich nun endgültig zum Dominieren über die Tresenwalderinnen. In nicht einmal 16 Minuten wurde Satz 4 mit mageren 9 Pünktchen hergeschenkt. Der Tie-Break sollte entscheiden. Die Hoffnung, dass Schildau nun "Angst" vorm Siegen bekommt, wurde sofort zerschlagen. Über 6:1 und 12:5 musste man zusehen, wie der Gegner nach exakt 99 Minuten mit 15:7 den 3:2 Erfolg feiern durfte. Am Ende war dieses Ergebnis nicht einmal ungerechtfertigt, Schildau rief in dem Moment ihre Leistung ab, als die Tresenwalder Spielerinnen nichts mehr hinzusetzen konnten.

Trotzdem bleibt dieser erste Spieltag natürlich positiv in Erinnerung. Musik, Kuchen und 1,5 Spiele lang wunderbaren Volleyball vor einer Zuschauerkulisse, wie sie schon lange nicht mehr im Tresenwald bewundert werden durfte. Mit dieser Leistung muss man die nächsten Spieltage nicht fürchten und darf sich Hoffnungen machen, sich zeitig im oberen Mittelfeld festzusetzen.

(pwe)