Okt 25

Derbyzeit

Nach dem mit zwei Siegen erfolgreichen Saisonstart, hatten die Tresenwalder Herren nun am letzten Wochenende die Chance, mit zwei weiteren Erfolgen die Tabellenspitze zu erklimmen. Aber dafür musste das "Spiel der Spiele" gegen den Trainingspartner Brandis im Lokalderby gewonnen und die Aufsteiger von Reudnitz III ebenfalls besiegt werden. Die Brandiser konnten mit ihrem Saisonstart bislang nicht zufrieden sein. Auf eine gute Leistung bei der 2:3 Niederlage gegen Tabellenführer Hohenprießnitz, folgten 2 klare Niederlagen bei Reudnitz III und VSG Nord. Gegen Tresenwald musste nun ein Sieg her, auch um erhobenen Hauptes zum nächsten gemeinsamen Training kommen zu können. Es sollte ein dramatischer Samstagnachmittag werden!

Doch das Drama begann bereits 2 Tage vor dem Spiel. Am Donnerstag um 21:04 Uhr kam per Telefon die erschreckende Nachricht: Daniel hatte sich beim Basketball das Bein gebrochen. Damit war man zum Spieltag definitiv spielunfähig, denn es verblieben nur noch Paul, André, Gunnar, Stefan und Karsten. Spätestens als Christian, bereits Aushilfe am ersten Spieltag, keine Zusage für den Spieltag geben konnte, war die Kacke am Dampfen. Letzter Ausweg: Big! Nein, nicht etwa Mr. Big aus „Sex and the City“, sondern Patrick Hapke, alias Big, der bereits 2006 an 2 Spieltagen den Tresenwaldern aus ihrer Personalnot geholfen hatte, sollte es nun richten. Um 22:11 Uhr kam die Zusage per Telefon. Nun hieß es für Stefan rotieren. Noch am selben Abend wurde ein Spielpass erstellt. Freitag 08:40 Uhr wurde der Pass beim SSVB abgestempelt, kurz vor Mittag kam die telefonische Spielgenehmigung vom Staffelleiter. Dem Comeback des Lobstädter Hobbyspielers im Tresenwalder Trikot stand nun nichts mehr im Weg.

Für die Brandiser war es eine ordentliche Überraschung, anstatt Daniel den 1,98m-Recken Patrick bei der Erwärmung zu sehen. Mit Patrick auf der Daniel-Position und Kreuzband-Invalide Tony als moralische Unterstützung auf der Bank ging es nun los. Das Spiel begann für die Macherner furios. Gleich zu Satzbeginn führte man mit 5:1 und spätestens beim 20:12 war der Satz vorentschieden. Nach dem 25:17 ging es in die Satzpause. Die Tresenwalder spielten fast fehlerfrei und Brandis kam kaum am Block vorbei. Doch im zweiten Satz drehte sich das Spiel. Beim Stand von 6:12 musste die erste Auszeit her. Nun hieß es Volleyball arbeiten um wieder ins Spiel zu finden. Beim 19:20 sah es fast nach der Wende aus, doch Brandis zog nun gnadenlos seine Angriffe durch und sicherte sich mit 25:20 den Satzausgleich. Auch im weiteren Spielverlauf hatte Brandis die besseren Antworten. Machern hatte kaum noch Zugriff im Block und die Auszeit beim 10:16 war die logische Konsequenz. Jetzt wurde das Spiel ein bissiges, kampfbetontes Derby, mit vielen Diskussionen und 200 Puls auf beiden Seiten. Das ist die Stimmung, die Tresenwald braucht! Auf ein 15:18 Rückstand folgte die 20:18 Führung. Brandis glich zwar beim 20:20 aus, aber dank 5 Punkten in Folge ging die Heimmannschaft nach dem 25:20 erneut in Führung. Der vierte Satz zeigte sich zunächst als Spiegelbild des zweiten Satzes. Ebenfalls sollte beim 6:12 eine Auszeit die Wende bringen. Doch Brandis spielte sich nun in einen Rausch. Nach einem knappen 11:13 Rückstand wurden die Tresenwalder mit 13:25 fast aus der eigenen Halle geschossen. Es musste der von vielen noch am Vorabend prognostizierte Tie-Break die Entscheidung herbeiführen. Die Brandiser hatten damit bereits einen Punkt aus Machern entführt und die Formkurve sprach ebenfalls für die Gäste. Auch nach dem 7:8 Seitenwechsel gestaltete sich der entscheidende Satz bis zum 10:10 als Kopf-an-Kopf-Rennen. Dann platzte der Tresenwalder Knoten. Drei Punkte in Folge führten zum 13:10. Beim 14:11 kam Brandis zum Punktgewinn. Aufschlag Brandis. Punkt. Auszeit beim 14:13 – mit Erfolg. Dank eines verschlagenen Aufschlags konnten sich die Macherner nach fast 2 Stunden in den Armen liegen.

Ein Derby mit Herzschlagfinale. Trotz unterschiedlicher Stimmungslagen nach dem Spiel waren sich beiden Mannschaften einig: Keine der Mannschaften hatte eine Niederlage verdient. Somit ist die neue Punkteregel für den unglücklichen Verlierer absolut gerecht. Die Gäste können erhobenen Hauptes nach Hause fahren und konnten mit 100:98 sogar mehr kleine Punkte sammeln. In 5 Monaten gibt es dann im Rückspiel die Chance auf Revanche und die Möglichkeit für Brandis, das Kräfteverhältnis vielleicht wieder zu ändern.

Nach dem kräfteraubenden ersten Spiel ging es nun gegen den Aufsteiger aus Reudnitz. Bislang hatte man nur beim letztjährigen Pegau-Turnier das Vergnügen sich zu messen. Damals konnten die sympathischen Reudnitzer das Spiel für sich entscheiden. Allerdings spielten die Tresenwalder damals zu fünft.

Machern begann wie im ersten Spiel wie die Feuerwehr. In allen Bereichen war man den Gästen überlegen. Nach einer 16:4 Führung konnte der Satz mit 25:13 erstaunlich locker gewonnen werden. Auch im folgenden Satz änderte sich nichts am Spielverlauf. Mit 25:15 wurde die 2:0 Führung verbucht. Alles sah nach einem deutlichen Sieg aus. Bis zum 13:13 blieb der dritte Duchgang ausgeglichen. Doch plötzlich ließen die Kräfte nach. Die Kondition war am Ende und die Konzentration ließ nach. Reudnitz gewann Oberwasser und zog mit 13:17 davon und holten mit 22:25 völlig verdient den Satz. Nun wurde der sicher geglaubte Spielgewinn zum Zitterspiel. Bereits beim 5:10 musste die zweite Auszeit her. Karsten kam nun mit der klaren Ansage: Entweder wir kämpfen jetzt bis zum Umfallen oder wir bestrafen uns mit einem weiteren Satz. Und jedem war bewusst, dass das Glück im Tie-Break diesmal nicht auf Tresenwalder Seite sein könnte. Beim 13:13 kippte das Spiel. Die Heim-Sechs sammelte die letzten Kräfte und ging mit 19:15 in Führung. Der Knoten war geplatzt und mit 25:23 wurde der zweite Sieg des Tages eingefahren.

Auch wenn der Satzverlust gegen Reudnitz die Tabellenführung gekostet hat, so war der erste Heimspieltag mit zwei Siegen und 5 Punkten ein voller Erfolg. Ein großer Dank geht an die zahlreichen Unterstützer auf der Tribüne. Mit dem spontanen Einsatz von Patrick hat die Saison nun einen weiteren verrückten Höhepunkt erreicht und ist auf dem besten Weg zur Kultsaison. Vor allem in den ganz wichtigen Situationen konnte er entscheidende Akzente setzen. Wer in den nächsten Spielen im Tresenwalder Trikot auflaufen wird ist derzeit noch absolut unklar. Aber mit weiteren Überraschungen ist definitiv zu rechnen.

Die Intensität des Spieltages zeigt beispielhaft ein kleiner Nachtrag zum sensationellen Einsatz von Patrick. Diese SMS erreichte Stefan am Montag:

Moin Stefan, ich wollte mich nochmal für den Muskelkater bedanken, der mich nachts vor Schmerzen aufwachen lässt, wenn ich mich drehe. Husten und Lachen sind eine Qual. Das Gute ist, man weiß nicht wo es weh tut, einfach weil es überall weh tut. Bis denne, Patrick.

(svi)

Jul 28
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Am Samstag kämpfte unsere Mix-Mannschaft um den Sieg beim 7. Beuchaer Beachcup. In heiß umkämpften Spielen konnte ein hervorragender 2. Platz erzielt werden. Herzlichen Glückwunsch!

Jul 14
Posted by Super User

Am vorvergangenen Samstag schmetterten und baggerten 9 Volleyballmannschaften aus der Region auf dem Freiluft-Hartplatz vor der Kulisse des Macherner Schlossparkes für den guten Zweck. (LVZ berichtete)

„Endlich konnte die Gesamtkalkulation des Spendenturniers abgeschlossen werden. Durch Startgeldeinnahmen und Spendenbox wurden 842,52 € erzielt. Der Gesamtverein SV Tresenwald fügte noch einmal 1000 € hinzu.“, teilte Abteilungsleiter Tony Porsch mit. „Rund ein Drittel der Einnahmen geht an die Hochwassergeschädigten Volleyballer des VC 68 Pegau, der Rest geht an die Flutbetroffenen der Gemeinde Machern“, so Porsch weiter.

Vereinspräsidentin Dr. Gabriele Möhring zeigte sich sichtlich erfreut über das Engagement der Volleyballer und das erzielte Spendenaufkommen: „Nach dem klar wurde, in welcher Höhe die Einnahmen des Turniers ausfallen würden, wurde der Vorstandsbeschluss gefasst, auch die Hochwassergeschädigten in der Gemeinde Machern mit einer Spende zu unterstützen.“, erklärte die Vereinspräsidentin. Bilder des Turniers sowie weitere Informationen sind unter wwww.tresenwald-volleyball.de zu finden.

(LVZ 04.07.2013)