Wer hat Angst vorm Mittelblock?

Posted by Super User
on 14 Oktober 2012

Am Samstag ging es zu acht zum USC Leipzig II Blockers: motiviert, bei schönem Wetter und mit guten Vorsätzen für positive Stimmung auf dem Feld. Unglücklich mussten wir uns nach 5 Sätzen der lautstarken Wand an Zuschauern - Bitte das nächste Mal Ohropax austeilen! - und den Blockers geschlagen geben.
Leider haben wir den ersten Satz verschlafen - großen Anteil daran hat bestimmt der Autor. Nach wenigen Minuten sahen wir uns einem gehörigen Vorsprung der Gegner gegenüber. Da wird mal wieder klar, wie wichtig die Position des Zuspielers ist. Aber schön zu sehen, wie wenig dieser Satzverlust unsere Mannschaftsmoral beeinflusst hat. Dann wurde so richtig schön - vor allem über Mitte - gepunktet. Unsere Gegner haben teilweise gar keine Chancen gesehen. Die nächsten zwei Sätze also für uns. Aber man hat schon gespürt, dass so einige Schwächen bei uns nur darauf gewartet haben, vom Gegner ausgenutzt zu werden. Somit ging leider der vierte Satz an die Gastgeber: verschlagene Aufschläge, ungenügende Körperhaltung bei der Annahme, ungenaue Abwehrpositionierung, zu wenig Durchsetzungswillen bei den Angriffen. Verbesserungsvorschläge gab es viele, aber die Gegner haben wirklich gekonnt unsere Schwächen analysiert und für sich eingesetzt.
Wie so ein Tiebreak bei uns abläuft, wissen wir ja leider aus Erfahrung. Dennoch führte unser Siegeswille zu einem erstaunlich guten Anfang: Zielgenaue Aufschläge mit der nötigen Schärfe, chancenlose Angriffe über unsere Mittelblocker und schon lagen wir vorn. Leider ließ der Selbstläufer durch eine schlechte Annahmeleistung bei uns sehr schnell nach. Am Ende haben wir dann sehr unschön durch eine 5-Punkte-Aufschlagserie der Gegner verloren.

Unschlagbar und wirklich zum Fürchten waren unsere Angriffe über Mitte. Jeder zugespielte Ball auf diese Position wurde mit angsterfüllter Stimme vom Gegner kommentiert: Mitte! Aber wumms, schon wieder war er drin! Wenn wir diese Stärke ausbauen und die erkannten Schwächen abbauen, dann müssen sich die Leipziger aber für die Rückrunde warm anziehen. Dann heißt es am 12. Januar im Tresenwald: Wer hat noch alles Angst vorm Mittelblock?

Zusatz: Amüsierend war auch, wie wirkungsvoll ein kurzes Gespräch mit dem 1. Schiri im Gegensatz sehr engagierter Hinweise unseres Trainers gegenüber dem 2. Schiri bezüglich der schlecht positionierten Linienrichterin war!  Anscheinend lehnt man solche Proteste von wütenden Trainern erstmal kategorisch ab, wohingegen man gerne auf kurze Anmerkungen der Spieler auf dem Feld eingeht.

(cbe)