Mär 20
Posted by Super User

Einen traumhaften Frühlingssamstag durften die Tresenwalder Volleyballherren in der Halle des Grünauer TSV 76 Leipzig III verbringen. Nach dem desaströsen Auftreten vor 2 Wochen in Dommitzsch war nun etwas Wiedergutmachung angesagt.

Doch das 1:4 Testspielergebnis des Vorabends gegen den Bezirksklassisten aus Brandis und die überraschende Reduzierung des Kaders auf 6 Spieler, lies nichts Gutes erwarten. Eine "unkonventionelle" Einstimmung auf das Spiel war der letzte Strohhalm an dem sich geklammert und aus dem getunken wurde. Scheinbar mit Erfolg. Die Tresenwalder spielten befreit auf, hielten die Eigenfehlerquote niedrig und zeigten sich im Angriff erstaunlich selbstbewusst. So entwickelte sich ein spannendes und abwechslungsreiches Spiel. In 3 Sätzen zwang man den Gegener zur ersten Auszeit des jeweiligen Satzes. Ein Spiel auf Augenhöhe, dass aus Tresenwalder Sicht mit 22:25, 19:25, 25:23 und 25:22 leider 1:3 verloren ging.

Ein paar kleine Fehler weniger, etwas mehr Präzision und Durchschlagskraft im Angriff machen am Ende den Unterschied aus. Der 3:1 Sieg des TSV III gegen den Tabellenzweiten Hohnstädter SV, der sich bis dahin nur einmal in dieser Saison geschlagen geben musste, unterstreicht die passable Leistung der Tresenwalder.

(sv)

Jan 19

Zu Gast waren unsere Herren am 14.1. in Grimma bei der Mannschaft von Hohnstädt. Im ersten Spiel des Tages lieferten sich die Hausherren einen tollen Kampf mit der IV Vertretung des TSV Leipzig 76. Als Tabellendritter verhinderte Hohnstädt mit 3:2 nur knapp die Überraschung.

Eine Überraschung erwartete im Spiel der Hohnstädter gegen die Tresenwalder sicher niemand ... aber gerade wenn man nicht dran glaubt ... passiert auch nichts! Da war auch schon das Hauptproblem, sieht man mal von den üblichen Schwachpunkten Annahme, Aufschlag und Angriff ab: Die Tresenwalder haben nicht an ihre Chance geglaubt, zeitweise sah es sogar aus als glaubte man nicht mal daran hier gut mitspielen zu können. Dass fehlendes Selbstbewusstsein ein größeres Problem ist, als ein paar Annahmen auf die Tribüne zu jagen, ist sicher jedem klar. Hohnstädt nahm das Tempo raus und so ergab sich phasenweise doch ein halbwegs brauchbares Spiel in dem die Tresenwalder Satz 1 zu 19 abgaben, aber im 2. Durchgang mit 24 Punkten durchaus Möglichkeiten zum Satzgewinn hatten. Leider wurden diese nicht genutzt. Der eigenen Sicherheit hätte an diesem Tag aber sogar ein Satzerfolg wenig geholfen. Die Mannschaft wirkte leblos und geistig nicht frei, spielte ihren Stiefel herunter, der für diese Liga aber einfach nicht ausreicht. Im 3. Durchgang gelangen wieder 23 Punkte, die die 0:3 Pleite aber nicht mehr gefährden konnten. Bis zum kommenden Heimspieltag am 28.1. gegen Engelsdorf und Borna muss noch einiges aufgearbeitet werden. Schlimm ist diese Niederlage sicherlich nicht. Aber so sang und klanglos wie sie zustande kam gibt sie wahrlich keinen Push fürs eigene Selbstvertrauen.

Jan 04

Sonntag, 18.12. gegen 9 Uhr. Unerwartet viele Tresenwalder Sportler fanden sich zu diesem Zeitpunk in der Pegauer Sporthalle ein. Nicht alle rechtzeitig oder ausgeruht, aber immerhin pünktlich zum Spielbeginn anwesend. Mit dem ehemaligen Aktiven (oder besser aktiven Ehemaligen) Alfred hatte man mal wieder einen starken Aufschlagspieler in den eigenen Reihen. Auch dieser Umstand ließ das (sowieso schon unberechtigte) Selbstbewusstsein in ganz neue Dimensionen wachsen. Gegen die noch sieglosen Pegauer musste ein Erfolg her, zudem sollte er bitte auch noch schön erspielt werden. Kann man ja auch erwarten, wenn das vorbereitende Training mit nur 4 Teilnehmern absolviert wird.

Not gegen Elend, Schulz gegen Botha, Euro gegen Dollar oder eben Letzter gegen Vorletzter. Das man solchen Paarungen gemeinhin Qualität abspricht ist sicherlich ungerechtfertigt, sollte aber an diesem warmen Dezembertag leider wieder bestätigt werden. Nach 5 ernüchternden Sätzen musste die für solche Fälle gern hervor geholte Floskel "Immerhin war's spannend" vorgaukeln, was die Qualität auf dem Feld nicht vermag: Sportliche Relevanz dieser Partie.

Doch nun zum Spiel. In Satz 1 zeigt sich Tresenwald stark und konnte an die Leistungen des letzten Heimspieltags anknüpfen. Pegau zeigte sich besonders von den harten Angriffen beeindruckt und wirkte wie gelähmt. Der Leser rätselt nun: "Das klingt aber gar nicht so schlimm, wie die Einleitung erwarten ließ?". Das liegt vor Allem daran, dass Volleyball nun mal nicht nach einem Satz beendet ist (eine Weisheit, die wunderbar den Anfang vom Ende einleitet).

Die Folgesätze 2 und 3 boten ein Bild des Jammerns. Pegau spielte fehlerfreier als im ersten Durchgang, was für die Tresenwalder an diesem Tag anscheinend schon zum nahezu unüberwindbaren Problem wurde. Nach 2 endlos erscheinenden Sätzen, harten Worten bei Seitenwechsel und Auszeiten und ratlosen Spielern mussten sich die Macherner nun mit einem 1:2 Rückstand rumärgern. Es fehlte Spielfluss und an diesem Tag leider auch Abschlussstärke (Annahme und Aufschlag waren in dieser Saison noch nie anwesend und wurde demnach auch nicht vermisst).

Die Tresenwalder wirkten im 4. Durchgang als wollten sie sich ihrem Schicksal ergeben. Doch Pegau vergaß dem kenternden Kahn die entscheidende Kugel vor den Bug zu knallen. Mit Mastbruch, 'nem riesigen Loch in der Außenhaut und aufgebrauchten Schnapsreserven rettete die Mannschaft einen kleinen Vorsprung in den Zielhafen: Tie-Break. Also alle rein ins Rettungsboot und Angriffslinie fahren. Die Seeschlachtmetapher ist mindestens so alt wie Martin Schmitts letzter Weltcupsieg und für dieses Spiel eigentlich zu schade. Um nicht den Fehler zu machen das Spiel damit zu romantisieren bleibt der Schreiber besser bei den harten Fakten: Führung 4:1, Wechsel bei 8:3 und Satz- und Spielgewinn 15:7 - hurra. Tresenwald geht als Sieger aus diesem Wettstreit hervor und fühlt sich doch irgendwie als Verlierer.

Immerhin ... Spannend war's