Sep 04
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Der Saisonbeginn der Tresenwalder Volleyball-Herren begann mit einem Heimspieltag. Mit einem 7-Mann-Kader soll es nach dem Bezirksligaabstieg nun in der Bezirksklasse um einen Platz im vorderen Mittelfeld gehen. Doch die letzten Testspiele zeigten, dass die Tresenwalder noch nicht in Topform sind. Mit der 2. Mannschaft des SV Bad Düben traf man nun auf einen alten Bekannten aus der Aufstiegssaison vor 2 Jahren. Damals konnten die Dübener zu Hause 3:1 geschlagen werden. Allerdings wurde das Auswärtsspiel dann sportlich fair mit 1:3 abgegeben. 
Der erste Satz begann für die Tresenwalder überraschend gut. Mit 12:7 konnten die Macherner in Führung gehen. Doch trotz 2 Auszeiten wurde dieser Vorsprung schnell verspielt und erst bei 16:19 wieder das Spiel in die Hand genommen. Nach der 22:21 Führung sah alles nach dem ersten Satzgewinn der neuen Saison aus. Doch 4 Punkte in Folge brachte man den Ball nicht im generischen Feld unter und gab den Satz mit 22:25 aus der Hand. Ein typisches Tresenwalder Spiel. Entweder der Annahme fehlte die notwendige Präzision, im Abschluss der Druck oder die Dübener hatten eben eine passende Antwort parat. Im zweiten Satz lief bei den Gastgebern nicht mehr viel. Schnell lag man mit 5:13 zurück. Beim Stand von 8:16 kam Max Danzos für Tony Porsch und somit zu seinem ersten Einsatz im Tresenwalder Trikot. Und plötzlich lief es wieder. Bis auf 21:22 kämpften sich die Tresenwalder heran, schafften beim 23:23 den Ausgleich und gaben doch den Satz mit 23:25 ab. Der dritte Satz blieb bis zum 18:17 spannend und ausgeglichen. Doch 2 Positionen später war die 0:3 Niederlage mit einem 19:25 besiegelt. Fazit: In jedem Satz hatten die Tresenwalder gute Chancen, scheiterten allerdings an ihren Eigenfehlern. Die 3:0 Niederlage hätte nicht derart deutlich ausfallen müssen bzw. dürfen. Postiv fiel allerdings die Offensivleistung von Daniel Schulze und die solide Leistung von Max Danzos auf.

Das zweite Spiel des Tages gegen den Aufsteiger aus der 2. Bezirksklasse TSG Markkleeberg III musste nun gewonnen werden, um einen Fehlstart in die Saison zu vermeiden. Jedoch war der Gegner noch völlig unbekannt. Tresenwald begann nun druckvoller und setzte den Gegner auch mit platzierten Aufschlägen unter Druck. Schulze traf aus fast allen Lagen ins gegnerische Feld. Der Block hatte mit den harten aber unplatzierten Schlägen der jungen Markleeberger ein leichtes Spiel und so war der Satz beim 20:12 so gut wie im Kasten. Doch 6 Punkte später war das Spiel wieder spannend. Den 2-Punkte-Vorsprung konnten die Macherner ab dem 20:18 jedoch halten und feierten den erlösenden Satzgewinn. Im zweiten Satz waren die Markleeberger wie ausgewechselt. Platziert gelegte Bälle und überlegtere Angriffe ließen das Spiel bis zur Satzmitte ausgeglichen bleiben. Da die Tresenwalder Angriffe zudem nicht zu Punkten führten und die Aufschläge unplatziert und drucklos blieben, kippte der Satz. Auch der Wechsel Danzos für Porsch konnte den Negativtrend nicht beenden und den Satz ging mit 20:25 nach Markleeberg. Satz 3 entwickelte sich zum Spiel auf Augenhöhe. Danzos nun im Stamm. Beim 18:19 kam dann Porsch für Gunnar Voigt wieder zurück. Und der taktische Wechsel fruchtete. Mit 2 glücklichen Punkten zum 25:23 stand nun die 2:1 Satzführung zu Buche. Im vierten Satz lief es im Block wieder, die Verteidigung war endlich auf dem Posten, die Außen und Mitte punkteten und dem Spielgewinn stand beim 19:13 nichts mehr im Wege. Doch 4 Markleeberger Punkte in Folge zwangen die Heimmannschaft zum Wechsel. Voigt kam nun wieder für Porsch und beim 25:18 konnten sich die Tresenwalder endlich wieder in die Arme fallen. Ein kleines Happy-End am Heimspieltag, der viel Druck für das nächste Spiel gegen Hohenprießnitz von den Schultern nimmt.

(svi)

Jul 08
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Was sind 7 nackte Tresenwalder-Volleyballer im kochend heißen Badezuber? ... Richtig, Abgestiegen!

Beim Blick auf die Tabelle könnte man meinen, dass der jährliche Saisonabschluss der Herren in der Sauna am Cospudener See das einzige Highlight für die personell geschwächte Truppe um Kapitän Stefan Vieweg gewesen sei. Doch so pessimistisch sollte man das nicht sehen. Mit knappen Niederlagen gegen Borna und Engelsdorf während der Saison und einer unglücklichen 3:2 Schlappe zum Saisonfinale beim TSV Leipzig 76 konnte man zeigen, dass man auch in dieser Liga mithalten kann. Nicht über eine komplette Spielzeit, aber zumindest in einzelnen Spielen. Gegen den Mitabsteiger aus Pegau holte man die vorher geforderten Siege und auch den TSV konnte man wenigstens daheim bezwingen.
Natürlich soll das stellenweise grottige Gegurke nicht verschwiegen werden, aber der Schreiber kann sich eben nicht mehr daran erinnern, basta! Die schon so oft einsetzende Frühjarsanomalie, die jeden Tresenwalder Spieler gegen Ende einer Saison zu einem Ballidioten mutieren ließ, blieb diesmal aus. Die Leistungen konnten über den gesamten Saisonverlauf konstant gehalten werden. Ob das nun eher gut oder schlecht ist darf jeder selbst entscheiden.
Mit Christian Schröter muss der Macherner Volleyball, nach Freddy Porsch im letzten Jahr, einen weiteren wichtigen Spieler verabschieden. Nur noch 6 gemeldete Spieler steuern das Tresenwalder Floß durch die kommende Saison. Nein, viel ist das nicht - aber zu wenig eben auch nicht. So sollte also auch 2012/13 oberste Zielsetzung sein zu jedem Spiel eine vollständige Mannschaft aufs Parkett zu bekommen. "Wer bleibt denn eigentlich noch übrig", fragt sich wahrscheinlich der ein oder andere Leser.

Da hätten wir Zuspieler André Hofmann, dessen Schulterprobleme erfolgreich ignoriert werden. Pfeilschnell im Antritt ahnt er die Fehler seiner Abwehrreihe voraus und ersprintet Bälle, die für andere Zuspieler … na ja, sicher auch erreichbar wären, aber bei ihm sieht’s spektakulärer aus. Der wortkarge (zumindest auf dem Feld) Spielgestalter rechtfertigt seine Aufstellung schon alleine damit, dass er der einzige Tresenwalder ist, dem man ein oberes Zuspiel nicht sofort wegen Beleidigung der Sportart abpfeifen möchte.

Außenangreifer Gunnar Voigt, der die Zeit zwischen zwei Spieltagen in einer heißen Wanne verbringen kann und auch muss (ja auch über die Winterpause). Spaß beiseite, der Mannschaftsopa kommt in seinem ausklingenden Volleyballerleben immer besser in Fahrt und wird den Tresenwaldern in dieser Form wohl oder übel noch eine Weile erhalten bleiben. Wahrscheinlich wird man ihn eher mit einem Netzpfosten erschlagen müssen, als das er freiwillig zurücktritt.

Basketballer, oh äh, natürlich Außenangreifer Daniel Schulze, dessen unglaubliche Reflexe Gegner und Mitspieler schon so oft staunen ließen. Sprunggewaltig und stark im Luftkampf, aber an Land so behände, wie eine Schildkröte auf dem Rücken. So kannte man ihn noch vor einem Jahr. Aber auch Herr Holzarm erfuhr in dieser Saison einen enormen Leistungsschub und konnte sich somit für weitere Aufgaben in Annahme und Feldabwehr empfehlen.

Mittelblocker Paul Weise, der mit 30 sein bestes Volleyballalter um 31 Jahre überschritten hat. Mannschaftsdienlich stellt er manchmal jegliche Blockarbeit ein, um seinen Kollegen in der Abwehr die Sicht nicht zu verdecken. Als Trainer der hiesigen Damenmannschaft spekuliert er nach seiner viel zu langen Volleyballkarriere bei den Herren schon seit ein paar Jahren darauf, als Gudrun unbemerkt bei seinen Schützlingen mitzumischen. Perücke auf, Lipgloss drauf und schon könnte es losgehen. Aber so lange keine Ersatzpersonalie für ihn gefunden wird, bleiben die High-Heels im Schrank.

Tony Porsch, jahrelang ein fester Bestandteil des Tresenwalder Bankbereichs. Nach dessen Auflösung musste er Sitz- gegen Stehplatz tauschen und verrichtet nun gute Arbeit auf der Diagonalposition. Der Kleinste im Team musste in seiner Anfangszeit (na ja eigentlich bis heute) sicherlich die meisten Qualen erleiden. Durch harte Arbeit, Disziplin (der Einzige, der vor dem Spiel nicht an einem Bier nippen würde) und ein bisschen Masochismus hat er es zu einer unentbehrlichen Größe auf und neben dem Feld geschafft.

Zu guter Letzt Mittelblocker, Kapitän, Mannschaftsleiter, Staffelleiter, Problemseelsorger, Skipper des Jahres, Fallschirmjäger, Saisonabschluss-Organisator und und und Stefan Vieweg. Noch was vergessen? Irgendwas war da doch noch. Ach ja: Trainer, natürlich. Eine Idolfigur für die anderen alten Säcke, da ihm "angeblich" nichts wehtun soll. Gekonnt wird er auch im nächsten Jahr versuchen jeden, wirklich jeden, Fehler anzusprechen. An ihm wird es liegen, die Mannschaft für die kommenden Aufgaben körperlich und geistig fit zu bekommen. Eine Mammutaufgabe, die er mit Feuereifer angehen wird.

Mit dieser Band soll der Bezirksklasse 1 in der Saison 2012/13 das Fürchten gelehrt werden.

(pwe)

Apr 12
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Zum letzten Heimspieltag der Bezirksligasaison empfingen die Tresenwalder Volleyballer den bereits feststehenden Mitabsteiger aus Pegau und die Volleyballspeerspitze im Leipziger Bezirk aus Delitzsch. Zunächst also die Partie Tabellennot gegen Tabellenelend. Die erster Lacher gab es auf Pegauer Seite bereits beim Betreten der Halle, als man einen Spieler auf dem historischen Foto des Tresenwalder 50-Jahre-Volleyball-in-Machern-Turniers erkannte. Doch im Gegensatz zu den Macherner Protagonisten, steht der Pegauer auch heute noch auf der Platte. Doch zum Spiel: Tresenwald begann druckvoller und konsequenter und konnte sich eine 12:6 Führung erspielen, die bis zum Ende nicht mehr abgegeben werden sollte. Mit 25:19 stand der erste Satz im Haben. Der Folgesatz begann ähnlich wie Satz 1, doch Pegau gelang es diesmal einen 4:11 Rückstand auf 9:11 zu verkürzen. Mit 24:15 standen die Tresenwalder bereits auf der Ziellinie von Satz 2, wagten es aber erstaunlicher Weise nicht, diese zu übertreten. Eine Auszeit bei Stand von 24:19 bewirkte absolut nichts. Pegau kam in Schwung und die Tresenwalder wackelnde Knie und volle Hosen. Kein Druck - dumme Fehler - stärker werdende Pegauer. Ein Wechsel als letzter Ausweg bei 24:22 - Porsch für Schulz - und mit dem 25. Punkt fiel den Machernern ein Hinkelstein vom Volleyballerherzen. Entscheiden wurde das Spiel bereits in Satz 3. Bis zum 9:9 auf Augenwechsel, zogen die Tresenwalder mit 17:9 an und holen die erhofften Punkte mit 25:15 nach Machern.Nun ging es unbekümmert gegen den Tabelleführer aus Delitzsch. Satz 1 war beim Stand von 6:16 bereits entschieden und ging völlig verdient mit 25:16 an die Auswärtsmannschaft. In Satz 2 hatten sich die Tresenwalder mehr vorgenommen. Druckvollere Angaben und risikoreicher Bälle waren die Devise. Und eine kurze 4:2 Führung zeigte, dass hier vielleicht etwas gehen kann. Bis auf 16:17 hielt man dem Gegner stand, ehe die Delitzscher ein paar Tresenwalder Fehler energisch bestraften und mit 25:20 den Satz holten. Satz 3 war wiederum eine klare Sache für Delitzsch und mit 25:18 auch in der Höhe verdient.

Fazit: Gegen den Tabellenletzten die erhofften Punkte geholt und gegen den Tabellenführer vernünftig aus der Affäre gezogen. Danke an die Zuschauer, die uns in der schwierigen Saison zu Hause unterstützt haben.